Auf den Spuren von Heinrich-Heine
Ilsenburg – Ilsenstein – Ilsefälle – Plessenburg
Anfang Mai 2015 suchten wir ein neues Ziel im wunderbaren Harz. Wie stießen auf das Städtchen Ilsenburg und das umliegende Vogelschutzgebiet des Hochharzes. Mit gepackten Taschen düsten wir los und kamen schon nach kurzer Fahrt in Ilsenburg an.
Da die Gegend soviel zu bieten hatte, konnten wir uns für keinen konkreten Wanderweg entscheiden und wanderten einen Mix aus Heinrich-Heine-Weg und Blochhauer-Weg. Auf der Wanderkarte stellte unsere Route eine farbenfrohe Mischung aus Rot, Gelb und Blau dar.
Zunächst starteten wir am Blochhauer, einem zentralen Wanderpunkt, der am Ende auch wieder unser Ziel sein sollte.
Wir folgten dem Heinrich-Heine-Wanderweg, machten aber zwischenzeitlich einen Abstecher zum Ilsestein.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Eisenkreuz auf dem Granitfelsen aufgestellt. Bereits im Herbst 1824 erwähnte Heinrich Heine den Ilsestein in seinem Reisebericht „Die Harzreise“.
Vom Ilstein aus hatten wir eine wunderbare Aussicht. Wir konnten sogar den Brocken und das Städtchen Ilsenburg sehen.
Weiter führte uns der Weg zu den Ilsefällen.
Wie man an Jens‘ Gesicht erkennen kann, war das Wasser eisig kalt! 😀
Aber trotzdem tat eine kleine Abkühlung nach längerer Zeit des bergan Wanderns sehr gut.
Unser nächstes Ziel war die Plessenburg. Um 1776 wurde südlich von Ilsenburg ein herrschaftliches Jagdhaus erbaut, welches heute als Waldgasthaus dient und zu einer gemütlichen Rast einlädt. Auch wir konnten nicht widerstehen, dort ein kaltes Getränk einzunehmen!
Nach der wohltuenden Pause traten wir den letzten Teil unserer Wanderung an.
An manchen Stellen im Wald konnte man sehen, welchen Schaden die Borkenkäfer angerichtet hatten, die sich immer weiter im Wald verbreiten. Ganze Fichtenforste wurden durch dieses kleine Insekt inzwischen niedergerafft.
Nach dieser wunderbaren und sehenswerten Wanderung kamen wir nach knapp 20 Kilometern wieder am Blochhauer an.
Für die Nacht hatten wir uns im Altora Hotel in Wernigerode eingemietet. Das Altora befindet sich direkt gegenüber des Bahnhofs der Harzer Schmalspurbahn. Auch im Hotel drehte sich alles um Züge und sogar unsere Getränke wurden uns auf einer kleinen Lok an den Tisch gebracht! Ein sehr schönes Hotel mit leckerem Essen. Für eine Übernachtung mit Frühstück zahlten wir 65 Euro pro Person.
Und wieder ging ein schöner Tag im Harz zu Ende…
