Einmal um den Granestausee
Herzog-Julius-Hütte – Staumauer des Granestausees
Die erste Tat des heutigen Tages – nach dem Frühstück im Hotel – war das Entgegennehmen unser Liebesbankweg-Urkunde! Natürlich fiel der Dame in der Touristen-Information auch das wirklich passende Datum auf. Sie schmunzelte und überreichte uns die Urkunde. Für mich ist das mit die einzige Urkunde, die ich bis jetzt erhalten habe und ich habe mich sehr darüber gefreut. 😀
Dann ging es weiter im alten Schweden Richtung Goslar. Unser heutiges Ziel war die Staumauer des Granestausees. Von dort starteten wir eine ca. 17 Kilometer lange Wanderung einmal rund um den Granestausee.
Der Granestausee ist der zweitgrößte Stausee im Harz, mit dessen Trinkwasser zahlreiche Städte von Göttingen über Hildesheim bis nach Bremen versorgt werden.
Ausgangspunkt der Wanderung war ein Parkplatz nahe der Harzwasserwerke in dem Örtchen Herzog-Julius-Hütte.
Von der Staumauer reichte unser Blick bis zu dem ca. 8 Kilometer weit entfernten Goslar.
Nach dem südöstlichen Ende der Staumauer führte unser Weg über den Forstweg Richtung Hahnenklee.
Auf dem Forstweg gab es immer wieder schöne Ausblicke und oft sogar Informationstafeln, die über Geologie, Flora und Fauna der Region berichteten.
Die Gesteinsformation, die im oberen Bild zu sehen ist, besteht aus sogenannter Kissenlava. Vor ca. 385 Mio. Jahren hat sich untermeerische Lava im Wasser schnell abgekühlt und sich zu „Kissen“ aufgeschichtet.
Weiter ging es durch Birkenforste und Fichtenschonungen.
Unterhalb des Königsberges machten wir an einer Schutzhütte eine kurze Rast und hatten einen wunderbaren Blick auf die Granetalsperre.
An der Schutzhütte freuten wir uns sogar über die Stempelstelle 110 der Harzer-Wandernadel!
Der Uferrundweg führte uns im südlichen Teil des Stausees über die Grane, einen Nebenfluss der Innerste, die an dieser Stelle in den See mündet. Dort machten wir einen Fotostopp, den wir uns bei diesem sonnigen Wetter und den tollen Motiven nicht entgehen lassen konnten.
Von diesem Platz waren es noch ca. 9,5 Kilometer bis zu unserem Ausgangs- beziehungsweise Zielpunkt.
Neben einem Eichhörnchen, einer Maus und einigen Wildgänsen konnten wir auch einen Kormoran beobachten. Wir hatten zwar auch auf Rehe und Wildschweine gehofft, konnten aber leider nur deren Spuren im Schnee sehen.
Nach sechs Stunden kamen wir schließlich wieder in Herzog-Julius-Hütte an und fuhren zurück nach Hahnenklee.
Nach einem italienischen Abendessen im Ristaurante Piccolo Mondo, sitzen wir jetzt bei einem Glas neuseeländischem Weißwein in unserem Zimmer und beenden den 2. Tag unseres Harztrips.

