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Märchenhaftes Okertal

Wanderung zum kleinsten Königreich der Welt

Okertal – Romkerhall

Der Harz im Wonnemonat Mai, saftiges Grün, duftende Bärlauchblüte, zarte Tannenspitzen…

Der aus unserer Sicht schönste Monat, um den Harz zu besuchen. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und starteten am 14. Mai 2015 Richtung Oberharz.

Unser erstes Ziel war das wundervolle Okertal.

Wir begannen unsere ca. 10 Kilometer lange Wanderung „Am Pfennigsteich“, gegenüber der Villa Kunterbunt. Einem mit Liebe dekorierten Ferienhaus.

Unser Weg führte uns über den Ziegenrückenweg…

…die Teufelsklippe…

…bis hoch auf die Kästeklippen.

Hoch oben auf den Klippen konnten wir einem Kletterer bei schwindelerregenden Aktionen zusehen. Dabei wurde auch mal wieder unsere Lust auf Klettern geweckt und wir beschlossen, das auch irgendwann mal zu erlernen. 🙂

Der Weg bot viele Sehenswürdigkeiten und schöne Plätze luden zum Verweilen und Picknicken ein.

 

 

Nach dem leckeren Picknick hatten wir auf unserer Decke einen tollen Blick gen Himmel. Mitten im Wald war es mucksmäuschenstill und man konnte den Wind in den wiegenden Bäumen hören.

Frisch geruht und gesättigt führte uns der Weg weiter über die Klippen „Mönch und Nonne“ bis zur Hexenküche.

Aber noch vor dem nächsten Aufstieg erfrischten wir uns mit einem Eis im Kästehaus.

 

 

 

Weiter ging es über die „Mausefalle“ immer Richtung Romkerhaller Wasserfall.

 

Wir hatten Glück und es lief gerade keine überdimensionale Maus in die gemeine Steinfalle! 😀

 

 

 

 

Trotz des teils sehr anstrengenden Weges hatten wir immer noch genug Kraft, um im Wald ein bisschen aufzuräumen! 😀

 

Auch auf unserem „Klippenweg“ haben wir, wie so oft im Harz, kleine Steinhaufen gesehen. Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass jeder Wanderer der vorbeikommt, ein Steinchen auflegen muss. Das machten wir natürlich auch!

Nach ca. der Hälfte des Weges erreichten wir schließlich den Romkerhaller Wasserfall.

Der Wasserfall wurde im Jahr 1863 als Touristenattraktion angelegt, ist also komplett von menschlicher Hand erschaffen.

 

Am Fuße des Wasserfalls trafen wir sogar den Froschkönig! Ich überlegte kurz ihn zu küssen, Jens wäre damit aber sicher nicht einverstanden gewesen. 😉

Gegenüber des Wasserfalls befinden sich Gaststätten und Hotels. Leider hat an einigen Hotels bereits der Zahn der Zeit genagt.

Große Gebäude stehen leer und zeugen von längst vergangener Zeit des Adels. Denn Romkerhall ist das „kleinste Königreich der Welt“ und hat eine beachtliche Geschichte von Königinnen und Königen zu berichten. Dort kann man sogar Mitglied der königlichen Hofgesellschaft werden! Na, wenn das nicht mal einen Besuch wert ist!

 

Uns ereilte nicht der Drang, im königlichen Hofstaat aufgenommen zu werden und so zogen wir weiter unseres Weges. Gehabt Euch wohl, Ihr Volk zu Romkerhall!

Wir überquerten die 498 und folgten den ersten Ausläufern der Oker. Nach einer kurzen Zeit erreichten wir die Verlobungsinsel. Eine kleine Insel inmitten der Oker, auf welcher Bänke und Tische zum Verweilen einladen.

 

Einen Antrag habe ich auf der Insel aber nicht bekommen und überlegte kurz, doch noch einmal zurück zum Froschkönig zu gehen.

Am Ende entschied ich mich doch gegen eine Umkehr und wir setzten unseren Weg fort. 😉

Der Weg führte uns als nächstes an der Marienwand vorbei. Es handelt sich dabei um einen Granitfelsen, der vor allem gerne von Kletterern und Bergsteigern aufgesucht wird. An der fast senkrechten Wand können Abenteurer sich richtig ausleben.

Wie überall im Harz fanden wir auch im Okertal hier und da skurrile Formen, die unsere Fantasie anregten.

Der Frosch, welcher nahe des Okerufers sitzt, scheint auf die nächste Fliegenmahlzeit zu warten.

Auch saß plötzlich ein riesiger Bär am Wegesrand!

Dieser kleine Mann lächelte uns freundlich zu!

Eine ganze Weile hatten wir einen schönen Blick auf Teile der Oberharzer Wasserwirtschaft. Das im frühen 13. Jahrhundert von Mönchen erbaute Wasserregal, ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die dadurch gewonnene Wasserkraft diente früher dem Abbau von Erz.

 

Von einigen Felsen hatten wir einen wundervollen Ausblick auf den umliegenden Wald.

 

Nach ca. 10 Kilometern erreichten wir unseren alten Schweden und fuhren Richtung Okertalsperre. Dort hatten wir einen letzten Blick auf die Sperrmauer, bevor es bereits anfing zu dämmern. Die Okertalsperre wurde in den 1950er Jahren erbaut und diente zunächst vor allem dem Schutz vor Überschwemmungen. Heute dient sie auch der Stromerzeugung, der Niedrigwassererhöhung und teilweise der Trinkwasserversorgung.

Auf dieser Wanderung hatten wir übrigens die Idee mit unserer Website. Auch Goethe hatte während seiner Wanderungen im Harz die besten Ideen! 😀

Das Okertal zählt für uns zu einem der schönsten Orte im Harz und ist bestens geeignet für eine abwechslungsreiche Tageswanderung. Wir werden sicher noch einmal wiederkommen!

Am Abend fuhren wir weiter nach Bad Grund, wo wir eine Unterkunft gebucht hatten.

 

Hier geht es weiter zum zweiten Tag…

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