Kurztrip in den Nordosten des Harzes
Wernigerode – Rübeland – Hexentanzplatz – Brocken
Am ersten Wochenende im Mai 2014 war unsere Wanderlust wieder so groß, dass wir spontan aufbrachen und Richtung Harz fuhren.
Über das Internet haben wir kurzfristig ein Hotelzimmer gefunden und sogar noch ein Angebot für das Wochenende erwischt.
Im Parkhotel Fischer in Wernigerode wurden wir sehr freundlich empfangen und bekamen sogar ein Zimmer mit eigener Küche, statt eines kleinen Hotelzimmers. Das Hotel ließ keine Wünsche offen, von einem tollen Frühstücksbuffet bis zur Schwimm- und Saunalandschaft. Wirklich empfehlenswert!
Leider zogen sich die Wolken immer mehr zu und nachdem wir eingecheckt hatten, brach ein scheinbar niemals enden wollender Regenschauer über uns hernieder.

Rübeland
Wir ließen uns aber die Laune nicht verderben und entschlossen, die Hermannshöhle in Rübeland zu besichtigen. Die Qual der Wahl zwischen Hermannshöhle und Baumannshöhle hatte sich erledigt, nachdem wir erfahren hatten, dass es in der Hermannshöhle Grottenolme zu sehen gibt. Wer möchte nicht einmal einen Grottenolm sehen? Denn diese kleinen Tiere sind sehr selten und äußerst scheu. Darüber hinaus gibt es in dieser Höhle eine einzigartige Kristallkammer.



Wie Ihr Euch sicher denken könnt, haben wir keinen Grottenolm zu Gesicht bekommen. Falsche Jahreszeit…
Die Besichtigung der Höhle war trotzdem sehr interessant und ist bei fiesem Wetter auf jeden Fall eine Reise wert.
Hexentanzplatz
Am Samstag fuhren wir trotz „dicker Luft“ zum Hexentanzplatz oberhalb des Bodetals. Der dichte Nebel hing schwer zwischen den Bäumen und verlieh diesem Ort etwas Gespenstisches.



Der „SagenHarz“ macht seinem Namen immer wieder Ehre. Überall sieht man skurrile Gestalten… Saß doch plötzlich ein kleiner Drache vor uns und lachte frech!



Während unserer Wanderung rund um den Hexentanzplatz, lichtete sich schließlich der dichte Nebel. Richtig hell wurde es aber trotz allem nicht…





Brocken
Da sich das Wetter am Sonntag wieder gebessert hatte und unsere Wanderlust noch immer nicht gestillt war, fuhren wir nach Schierke. Wir wollten über den Eckerlochstieg den höchsten Berg des Harzes besteigen. Das der Eckerlochstieg der steilste und anstrengenste Weg ist, um den Gipfel des Brockens zu erreichen, wussten wir bis dato nicht. Aber dieser Umstand stellte sich recht schnell heraus.

Der 6,5 Kilometer lange Weg ist aber nicht nur sehr steil, er ist auch wunderschön und abwechslungsreich. Gegenüber der geteerten Alternative der Brockenstraße, ist dieser Weg ein Muss für jeden Wanderer.



Auf unserem Weg trafen wir sogar einmal auf die Harzer Schmalspurbahn, die rauchend an uns vorbei tuckerte.


Nach ca. 4 Stunden waren wir am Gipfel des Brockens angelangt und uns pfiff sofort eiskalter Wind entgegen. Auf dem Brocken gibt es insgesamt 7 Gebäude, darunter natürlich auch Restaurants und ein Hotel.



Der Brocken-Rundweg führte uns auf ca. 2 Kilometern einmal um die Spitze des Brockens herum.




Auf unserem Weg kamen wir an einigen sagenumwobenen Plätzen vorbei.




Sendeanlage für Rundfunk und TV, rechts die Brockenherberge mit Restaurant und Aussichtsplattform.

Für den Rückweg nach Schierke wählten wir nun einen Teil der Brockenstraße und die Alte Bobbahn. Auf diesem Weg kamen wir an weiteren sehenswerten Orten vorbei.



Wenn man den Stein besichtigen möchte, muss am Wegesrand genau aufpassen. Wir fanden ihn nur, da dort ein Geocache versteckt lag.

Nach ca. 7 Kilometern waren wir wieder zurück in Schierke und traten die Heimreise an.
Der Harz ist sowohl für einen Kurzurlaub als auch für einen längeren Aufenthalt bestens geeignet! Wir waren bereits mehrfach in Wernigerode und auf dem Brocken und entdecken immer wieder etwas Neues!