Von der Stabkirche Heddal bis zum Gaustatoppen
Nach einem ausgiebigen Frühstück direkt am See, fuhren wir am Morgen des 06.06.2018 Richtung Heddal. Dort besuchten wir die größte Stabkirche Norwegens.
Bereits von der Straße aus, hatten wir einen tollen Blick auf die imposante Kirche.
Das Baujahr der Stabkirche ist unbekannt, erwähnt wurde sie jedoch bereits im Jahr 1398.
Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir am Eingang der Kirche an. Für umgerechnet knapp acht Euro ist der Eintritt zwar recht knackig, dient aber dem Erhalt der mittelalterlichen Kirche.
Vor dem Besucherzentrum arbeiteten zwei Männer an Holzteilen der Kirche.
An der Südgalerie der Kirche konnten Tier- und Fabelfiguren und sogar eine Runenschrift aufgefunden werden. Die Runen deuten gemäß der Auslegung des Professors Magnus Olsen darauf hin, dass die Kirche im Jahr 1242 der Jungfrau Maria geweiht wurde.
Von der Heddal-Stabkirche fuhren wir weiter bis nach Rjukan. Bei Rjukan führte die Straße Svineroivegen kreuz und quer bergauf bis zur Gaustatoppen-Bergbahn. Zunächst standen wir am Anfang der Straße, an der ein Schild darauf hinweist, dass die Straße nicht für LKW geeignet ist. Wir stutzten einen Moment und wagten dann doch die Fahrt hinauf. Nach einigen Kilometern kamen wir am höchsten Punkt, auf dem Parkplatz der Gaustatoppen-Bergbahn an und hatten einen wunderschönen Ausblick.
Unser Ziel an diesem Nachmittag war der Gaustatoppen, den wir am nächsten Tag besteigen wollten.
Der einzige Campingplatz in der Nähe des Gaustatoppen lehnte uns allerdings mit der Begründung ab, dass sie keine Tagesgäste aufnehmen würden… So standen wir am Abend zunächst ohne Stellplatz da. Dankenswerterweise erlaubte uns die Gaustatoppen-Bergbahn, die Nacht auf dem Parkplatz mit der grandiosen Aussicht zu verbringen!
Wolfgang, Jens und ich machten uns am Abend noch zu einer Wanderung durch das Fjell auf. Begleitet wurden wir von wunderschönen Flechten, Moosen und kleinen, bunten Blumen.
Und natürlich von den fiesen norwegischen Mücken! Leider unterschätzen wir diese und wurden heftig zerstochen… Die Mückennetze lagen warm und trocken in der Garage des Reisemobils…
Wie fast überall in Norge sahen wir einige kleine Hütten, die verlassen im Fjell ruhten.
Nach dem Sonnenuntergang hieß es: ab in die Koje! Denn am nächsten Morgen wollten wir bereits früh zur Besteigung des 1.883 Meter hohen Gaustatoppen starten…
