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Vom eierlegenden bis zum größten Säugetier der Welt

Welcome Aboard!

Während ich diese Zeilen schreibe, sitzen wir in unserem Safari-Bus und fahren im Northern Territory vom Uluru nach Kings Canyon.

Jetzt aber, möchte ich erst einmal dort weitererzählen, wo wir als letztes aufgehört haben.

Nachdem wir voller Freude die Cassowary-Mom mit ihrem “Chick” gesehen haben, fuhren wir Richtung Westen. Unsere Reise war an diesem Tag recht lang, denn unser Ziel erreichten wir erst nach gut 650 Kilometern. Auf dem Weg sahen wir vom Highway aus viele Tiere. Darunter Kängurus, viele bunte Vögel und sogar ein paar Emus.

Bereits im Dunkeln erreichten wir dann unser Ziel: den Eungella National Park. Wir hatten gehört, dass der Park in der Nebensaison sehr verlassen sei und es die Möglichkeit gäbe, viele Tiere – darunter sogar Schnabeltiere (Platypus)! – in freier Wildbahn zu sehen.

Der Weg bis zum Eungella Bush Camp ist allerdings nicht zu unterschätzen und schon gar nicht bei Dunkelheit. Die Straße führt fast senkrecht den Berg hinauf und schlängelt sich hin und her.

Nachdem wir unser Lager direkt am Broken River aufgeschlagen hatten, gingen wir bereits in der Finsternis auf “Schnabeltierjagd”.

Und tatsächlich konnten wir schon von unserem Platz aus eines erkennen, welches gerade durch den See paddelte. Es ist unglaublich, diese seltenen und vor allem scheuen Tiere in freier Wildbahn zu sehen! Schnabeltiere sind etwas ganz besonderes und in ihrer Art absolut einzigartig. Sie legen Eier, säugen jedoch trotzdem ihre Jungen.

Am nächsten Morgen gingen wir bereits vor Sonnenaufgang auf die Pirsch. Auf dem Platypuswalk der einige hundert Meter dem Broken River folgt, konnten wir noch weitere Schnabeltiere sehen. Auch viele Schildkröten, die im Fluß schwammen und sich in der aufgehenen Sonne wärmten, konnten wir entdecken.

 

Im Eungella National Park blieben wir insgesamt drei Tage und zwei Nächte und konnten in der Zeit einige kleinere Wanderungen unternehmen. Der Park ist wunderschön gelegen und das Bush Camp eine gute Möglichkeit günstig ein paar Tage zu campieren. Allerdings gibt es dort nur “Plumpsklos” und keine Duschen. Wer es eher klinisch rein mag, sollte lieber auf eines der Hotels zurückgreifen.

In den folgenden Tagen wanderten wir über den Rainforest Discovery Circuit, den Granit Band und gut zur Hälfte den Crediton Creek Track.

Wir konnten viele Vögel, Schnabeltiere, Schildkröten, Schlangen und Warane beobachten. Kurz zeigte sich sogar ein scheues graues Känguru, hüpfte aber sogleich wieder in den Busch zurück.

 

 

 

Auf dem Picknickplatz nahe des Bush-Camps konnten wir sogar die kostenlosen Gasgrills nutzen. Das ist übrigens in ganz Queensland eine super Sache! Auf fast allen “Picnic-Areas” gibt es kostenlose “Barbecues” oder “Barbies” wie sie die Aussies nennen. “Come let’s have some barbie!”

Einen kurzen Abstecher haben wir auch zum “Sky Window” gemacht. Über einen Rundweg erreicht man nach einigen hundert Metern einen Lookout, von welchem man einen wunderschönen Überblick über die Mackay Highlands hat.

Mackay Highlands, auf den Weg zum Sky Window
Blick vom Sky Window

 

 

 

Australian Ringneck

Am 02.09.2017 legten wir einen weiteren “Fahrtag” ein. Nach ca. 800 Kilometern kamen wir in Harvey Bay an. An diesem Abend stand außer Essen und Schlafen nicht mehr viel auf dem Programm. Einen Platz bekamen wir für faire $18 (powered) auf dem Racecourse in Torbanlea.

Ganz früh am Morgen fuhren wir dann nach Harvey Bay, denn wir hatten bereits vor zwei Tagen eine Whale Watching Tour bei Whalesong gebucht. Bis jetzt konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen wie es sein würde, einen echten Wal in freier Natur zu sehen… Das sollte sich an diesem Tag ändern!

Bereits einige Minuten nach Verlassen des Hafens schwammen plötzlich Delfine unter unserem Boot! Sie rasten durchs Wasser und machten sich einen Spaß daraus, vor dem Bug zu schwimmen. So schnell wie sie aufgetaucht waren, waren sie leier auch wieder verschwunden.

Ab jetzt traute sich keiner der Passagiere mehr die Augen von der See zu nehmen. Alle Blicke waren auf die Wasseroberfläche geheftet. Selbst den Kuchen und das frische Obst, das durch die Crew verteilt wurde, stopften wir uns blind in den Mund. Nur nichts verpassen!

Und da: plötzlich ein Wasserstoß gen Himmel! Die Fontaine auf die alle gewartet hatten! Und dann eine Flosse und noch eine! Es war einfach unglaublich!

 

 

Der Kapitän sagte uns, wir sollten den Walen winken. Sie würden neugierig und an das Boot heranschwimmen. Gesagt, getan: wir fingen an zu winken… Und wirklich! Eine Buckelwal-Mutter mit Kalb schwamm auf das Boot zu und schaute neugierig zu uns auf. Kurz danach tauchte auch ein großes Männchen auf und zog seine Kreise. Das Kalb machte es der Mutter gleich und beäugte uns neugierig.

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschied beglückte uns der Buckelwal – groß wie ein Schulbus! – mit einem gewaltigen Sprung aus dem Wasser und einer eleganten Landung!

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Auf dem Weg auf das Meer und zurück in den Hafen sahen wir ab jetzt immer wieder Wale. Auch einen guten Blick auf die größte Sandinsel der Welt, Fraser Island, konnten wir erhaschen.

Die Wale zu treffen, war ein ganz besonderes Erlebnis, dass uns nicht nur um eine Erfahrung reicher machte, sondern auch Emotionen und tiefes Glück hervorrief. In diesem Moment habe ich mal wieder gemerkt, warum es sich so sehr lohnt, auf dieser wunderschönen Erde zu leben.

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