Von Coromandel bis Karangaheke
Vom Kauri-Wald ging es für uns weiter über die Coromandel-Halbinsel, Miranda, Hahei bis nach Karangaheke.


Auf dem Weg durch Neuseeland begegnen einem immer wieder kleine Hütten, in denen frische Produkte von ortsansässigen Bauern angeboten werden. Für ein paar NZ-Dollar, die man in einer kleinen Kasse hinterlässt, kann man frisches Obst und Gemüse, Eier und sogar Wein kaufen.

Die Produkte schmecken nicht nur sehr frisch und aromatisch, sie sind auch günstiger als in den Supermärkten und man kommt eventuell sogar mit dem Bauer ins Gespräch. Wir erhielten von der Bäuerin wertvolle Tipps für unsere weitere Planung.
Einen nächsten Halt legten wir in den Miranda Hotpools ein. Im größten Hotpool der südlichen Hemisphäre konnten wir uns im schwefeligen Wasser bei 35 bis 40° C mal so richtig aufheizen!

Das Ziel dieses Tages war Hahei, von wo aus wir am nächsten Morgen eine Wanderung zur Cathedral Cove starteten. Die Nacht konnten wir auf dem Cathedral Cove Carpark an der Grange Road verbringen, auf dem es vier Übernacht-Stellplätze für Campervans und zwei für Busse gibt. Die Stellplätze sind kostenfrei und es gibt sogar zwei Plumpsklos in der direkten Nähe.


Über den Cathedral Cove Walk erreichten wir nach gut 45 Minuten einen kleinen Strand in der Mares Leg Cove. Der Track wird gerade erneuert, deswegen führte er uns teilweise über unbefestigtes Gelände.
In der Mares Leg Cove befindet sich der Zugang durch den Cathedral Cove Tunnel Rock zur Cathedral Cove, von wo aus man den Te Hoho Rock sehen kann.

Ein wirklich schöner Ort, an dem es neben dem berühmten Te Hoho Rock noch weitere Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt.
Ein nächstes Highlight, welches wir uns auf Empfehlung zweier deutscher Reisender – die wir auf den Fidschis getroffen hatten – nicht entgehen lassen wollten, war der Hot Water Beach, südlich von Hahei.

An diesem Strand sollte es heiße Quellen geben, die bei niedriger Tide durch Graben erreicht werden können. Für 5 NZD liehen wir uns beim Hot Waves Cafe einen Spaten und marschierten zum Strand.

Am Strand angekommen war die Hölle los! So gut wie alle heißen Quellen waren bereits besetzt und überall dort, wo noch ein Stück des Sandes frei war, stießen wir auf kaltes Wasser. So gruben wir und gruben… Neben uns aalten sich zahlreiche Menschen in ihren „Pools“. Nach einer Weile fand Jens allerdings doch noch ein kleines Stückchen Sand, in dem wir uns im eigenen Pool aufwärmen konnten.

Leider war die Freude von nicht allzulanger Dauer, denn eine große Welle überflutete alle vorderen Pools. Vorsicht war aber nicht nur vor den eiskalten Wellen geboten, sondern auch vor dem ca. 60° C heißen Wasser! Das Wasser kam so heiß aus dem Boden, dass man sich vor Verbrennungen in Acht nehmen musste! Ratsam ist es also, neben einem Spaten auch einen Eimer mitzunehmen. Mit welchem man kaltes und heißes Wasser mischen kann.
Die Mischung aus dem schwefeligen Wasser aus den Quellen und dem salzigen Meerwasser gepaart mit Sand, hinterlässt einen unschönen klebrigen Matsch am Körper. Freundlicherweise schaffen die Neuseeländer aber mit kostenlosen Kaltwasserduschen und Umkleideräumen in der Hot Water Beach Studio Unit Abhilfe.
Nach einem zunächst heißen und dann eiskalten Bad, können wir bei Rückgabe des Spatens, ein Stück Limonenkuchen und Cappuccino im Hot Waves Cafe „wärmstens“ empfehlen!
Weiter ging es in Richtung Rotorua. Auf dem Weg entdeckten wir in Karangaheke eine historische Goldgräberstadt, die man auf verschiedenen Wanderwegen erkunden konnte. Wir entschieden uns trotz des zweifelhaften Wetters für den „Windows Walk“ der teilweise durch ein altes Tunnelsystem in den Minen führte.


Ausgestattet mit zwei Taschenlampen, folgten wir mutig den alten Gleisen der Lore. In der Mine teilten sich mehrere weitere Tunnel, denen wir todesmutig bis zu ihrem Ende folgten.

Ein kurzes Wundern darüber, dass wir die einzigen Menschen in der Mine waren, hielt uns nicht von der Erforschung ab!

Durch die Fenster (deswegen Windows Walk) in der Mine, hatten wir einen schönen Ausblick. Leider war der weitere Weg nach der Brücke, wegen des Unwetters gesperrt, so dass wir erneut durch das Tunnelsytem zurückgehen mussten.

Unterwegs informieren Tafeln über die Goldschürferei und man kann zahlreiche alte Maschinen zum Abbau besichtigen. Ein lohnender kurzer Stopp für Interessierte.

4 Gedanken zu „Neuseeland – Nordinsel Teil III“
Mir gefallen die drei Goldschürfer gut
Die haben sich auch ganz besonders schick gemacht! 😛
Wieder mal atemberaubende Bilder und ein fesselnder Bericht, der auch Ratschläge nicht auslässt – unglaublich detailliert…immer wieder Lust auf mehr…
Vielen lieben Dank für den schönen Kommentar! Wir berichten weiter… 🙂